Neue Beziehungsbrille gefällig

Um neu und anders zu sehen und zu fühlen

Vielleicht ist es gar nicht Dein Partner, der Dein LiEBEN so schwer macht.

Vielleicht ist es die Geschichte, die Du über ihn mit Dir herumträgst.

Ich mag die 4 Agreements von Don Miguel Ruiz – nicht als Beziehungs-Bibel mit goldener Schleife, sondern als Einladung, einmal genauer hinzuschauen:

Welche alten Vereinbarungen bestimmen eigentlich noch, wie Du heute Beziehung führst?

Und noch etwas wird dabei für mich besonders spannend:

Soziale Verbundenheit ist nicht dasselbe wie emotionale Verbundenheit.

Du kannst wissen, was sich gehört.
Du kannst freundlich sein.
Du kannst gemeinsam essen, feiern, lachen.
Du kannst über andere reden, über den Alltag plaudern und sogar hervorragend als Paar funktionieren.

Und Dich trotzdem innerlich allein fühlen.

Denn Beziehung ist nicht nur:
„Wir sind ein gutes Team.“

Beziehung ist auch:
„Du bekommst mit, was in mir lebendig ist.“

Genau hier helfen mir die 4 Agreements als Beziehungsbrille.

  1. Sei untadelig mit Deinem Wort.

Wie oft sprechen wir über den anderen, statt von uns?

„Der ist einfach lieblos.“

„Sie interessiert sich überhaupt nicht für mich.“

„Er macht ja sowieso immer …“

Und wie anders klingt:

„Ich fühle mich gerade nicht gesehen.“

Im ersten Satz wird der andere zum Problem.

Im zweiten komme ich selbst wieder ins Spiel.

Und damit auch meine Gestaltungskraft.

  1. Nimm nichts persönlich.

Puh.

Königsdisziplin.

Denn natürlich kann etwas, das Dein Partner tut, mit Dir zu tun haben.

Aber es ist nicht automatisch Deine Wahrheit über Dich.

Der andere spricht auch aus seiner Geschichte.
Seinen Erfahrungen.
Seinen Bedürfnissen.
Seinem aktuellen Zustand.

Nicht jeder Satz, den ein Mensch über Dich sagt, muss in Deinem Inneren zum Gesetz werden.

Manches darf beim Absender bleiben.

  1. Triff keine Annahmen.

„Er will mich nicht.“

„Wenn ich das anspreche, wird er sowieso …“

„Sie meint das bestimmt so.“

Und schon reagieren wir nicht mehr auf das, was tatsächlich passiert.

Sondern auf einen Film, den unser Kopf produziert.

Wir führen Beziehungsgespräche mit einer Interpretation – und wundern uns, warum der andere die Handlung nicht kennt.

Manchmal wäre die mutigste Frage schlicht:

„Wie meinst Du das?“

  1. Tu Dein Bestes.

Und Dein Bestes ist nicht jeden Tag dasselbe.

Manchmal bist Du wunderbar verbunden.

Und manchmal sind Deine alten Muster schneller als Deine Bewusstheit.

Das ist kein Versagen.

Das ist Menschsein.

Dein Bestes kann heute bedeuten:

innehalten, statt reagieren.

„Das hat mich gerade getroffen. Ich brauche einen Moment.“

Auch das ist Beziehung.

Und dann wird es für mich richtig interessant:

Alte Geschichten sind nicht automatisch falsch.

Sie haben uns irgendwann geholfen.

Sie haben uns geschützt.
Uns Orientierung gegeben.
Uns erklärt, wie diese Welt funktioniert.

Nur:

Was einmal sinnvoll war, muss heute nicht mehr passend sein.

Vielleicht trägst Du noch eine Vereinbarung mit Dir herum wie:

„Ich muss lieb sein, damit ich geliebt werde.“

„Ich darf keine Bedürfnisse haben.“

„Wenn jemand sich zurückzieht, stimmt etwas mit mir nicht.“

„Ich muss aufpassen, sonst werde ich verletzt.“

Und dann passiert etwas Verrücktes:

Du begegnest dem Partner von heute …

…mit der Angst von gestern.

Du hörst einen Satz …

…und hörst darin plötzlich die Stimme Deiner Vergangenheit.

Du siehst einen Blick …

…und Dein Körper reagiert auf eine Geschichte, die längst vorbei ist.

Vergangenheit spielt Gegenwart.

Und genau hier beginnt Freiheit.

Nicht indem Du Deine Geschichte verleugnest.

Sondern indem Du unterscheiden lernst:

Was passiert gerade wirklich?

Was gehört zu mir?

Was gehört zum anderen?

Und welche Geschichte erzähle ich gerade – über ihn, über mich und über unsere Beziehung?

Denn Du bist nicht nur Empfängerin dessen, was in Deiner Beziehung passiert.

Du wirkst.

Mit Deinen Erwartungen.
Deinen Annahmen.
Deinen Worten.
Deinem Schweigen.
Deiner Energie.
Deinen alten Schutzmustern.

Und genau deshalb hast Du auch Gestaltungskraft.

Vielleicht sind die 4 Agreements deshalb gar keine Regeln.

Sondern vier kleine Türen.

Hinter jeder wartet ein Stück mehr Freiheit.

Und vielleicht auch wieder mehr von dem, was Beziehung eigentlich sein darf:

Nicht nur sozial verbunden.

Sondern emotional berührt.

Nicht nur gemeinsam funktionieren.

Sondern einander wirklich begegnen.

Nicht nur wissen, was sich gehört.

Sondern spüren, was in Euch lebendig ist.

Und genau dort beginnt für mich LiEBENsqualität.

Tanz mal drüber nach.

ThereSia – Deine LiEBENs- & Beziehungsmentorin